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Steigendender Strompreis durch höhere Netzentgelte und den Umbau auf moderne Messeinrichtungen

Das Allgäuer Überlandwerk wird den Arbeitspreis für Strom für das Jahr 2021 stabil halten. Die steigenden Netzentgelte und der Umbau der modernen Messeinrichtungen werden über eine leichte Grundpreiserhöhung von brutto 2,08 € pro Monat weitergegeben.

In den vergangenen Jahren waren die staatlichen Umlagen, allen voran die EEG Umlage einer der wesentlichen Treiber der Stromkosten. Auch für das kommende Jahr wurde die EEG Umlage stark steigend prognostiziert.

Hätte die Bundesregierung im Sommer 2020 nicht einen Zuschuss in Höhe von 10,8 Milliarden Euro beschlossen, so wäre die EEG-Umlage 2021, laut Experten, von 6,75 Cent auf 9,65 Cent gestiegen. Hauptgründe für den rechnerischen Anstieg ist der Rückgang des Stromverbrauchs vor allem wegen der Corona-Pandemie. Neben dem Zuschuss der Bundesregierung wird die leichte Senkung der EEG-Umlage unter anderem aus dem CO2-Emissionshandel finanziert – dieser wirkt sich allerdings leicht erhöhend auf die Beschaffungskosten aus.

Zum Ende des Jahres steigende Energiepreise

Nach dem Preissturz im Frühjahr 2020, auf Grund der weltweiten Corona-Pandemie, sind die Strompreise zum Herbst 2020 an der Strombörse wieder deutlich gestiegen.

Auf Grund der langfristigen und risikoarmen Beschaffungsstrategie und dem leichten Rückgang der Abgaben kann AÜW diese Schwankungen ausgleichen und den Arbeitspreis für 2021 stabil halten.

Steigende Netzentgelte

Die vorgelagerten Netzbetreiber der AllgäuNetz werden die Netzentgelte für 2021 erhöhen und diese Kosten an die AllgäuNetz weitergeben. So haben der Übertragungsnetzbetreiber Amprion sowie die Lechwerke Verteilnetze ihre Preise deutlich erhöht. Hinzu kommen steigende Kosten für den Umbau der Messtechnik. Ab 2021 werden bei den Stromkunden vermehrt digitale Messeinrichtungen verbaut. Der Smartmeter-Ausbau und der Ausbau der modernen Messeinrichtungen wurde vor vielen Jahren von der Bundesregierung beschlossen und vorgegeben.

Auf Grund dieser Kostensteigerung erhöhen sich die Netzentgelte, die sich im Grundpreis erhöhend mit brutto 2,08 € pro Stromkunde im Monat auswirken.

Auch die Energieversorger der AllgäuStrom Kooperation, werden den Arbeitspreis 2021 stabil halten und die gestiegenen Netzentgelte über eine Erhöhung des Grundpreises abbilden.

Weiterführende Informationen zum Strompreis

AllgäuStrom Basis 2020

  • 27,84 % Netz
  • 22,35 % Handel
  • 49,81 % Steuern/Abgaben

AllgäuStrom Basis 2021

  • 28,00 % Netz
  • 23,41 % Handel
  • 48,59 % Steuern/Abgaben

Der Arbeitspreis für Strom setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen. Die staatlichen Abgaben und Steuern, die Netznutzungsentgelte sowie der reine Energiepreis. Von dem gesamten Arbeitspreis sind somit knapp 80 Prozent des Strompreises für den Energieversorger vorgegeben und nicht beeinflussbar. Der Anteil, den die Energieversorger verantworten, beträgt in 2021 gut 23 Prozent. Das ist der so genannte Anteil für den Handel, aus dem die Beschaffung der Energie sowie der Vertrieb und die kaufmännische Abwicklung finanziert werden.

Die gesetzlichen Abgaben und Steuern, mit der EEG-Umlage als bedeutendstem Bestandteil, bilden in 2021 weiterhin mit knapp 50 % den größten Anteil beim Strompreis. Die Netznutzungsentgelte nehmen einen Anteil von 28 % ein.

Zusammen mit den steigenden Energiepreisen ergibt sich für die Stromkunden eine Erhöhung von brutto 2,08 € pro Monat. Das bedeutet eine Strompreiserhöhung um 2,15 %. Betroffen sind alle Kunden mit einem Stromprodukt mit maximal einem Jahr Laufzeit, wie dem AllgäuStrom Basis. Kunden mit einem Stromprodukt mit drei Jahren Preisgarantie, wie dem AllgäuStrom Garant sind von der Erhöhung der Beschaffungskosten und Netzentgelte nicht betroffen.

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