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Im kommenden Jahr wird die Strompreisbremse der Bundesregierung viele Verbraucher finanziell entlasten. Konkret sieht die Strompreisbremse so aus, dass jeder Haushalt, aber auch kleinere und mittlere Unternehmen eine günstige Basisversorgung bekommen. 80 Prozent des bisherigen Jahresverbrauchs gibt es dann für 40 Cent brutto pro Kilowattstunde. Das werden viele Bürger und Firmen positiv im Geldbeutel merken, denn der aktuelle Marktpreis liegt darüber. Verbrauchen Stromkunden allerdings mehr als das Grundkontingent, gilt wieder der Marktpreis, um einen ressourcenschonenden Umgang mit Energie zu fördern. Die Strompreisbremse gehört zu einer Reihe von Maßnahmen, die Bund und Länder am 2. November 2022 beschlossen haben, um die hohen Energiepreise abzufedern. Die Entlastungen belaufen sich auf insgesamt rund 200 Milliarden Euro. Das Geld für die Strompreisbremse holt sich der Staat über eine teilweise Gewinnabschöpfung bei den Stromproduzenten. Die müssen künftig einen Teil ihrer sogenannten Zufallsgewinne, die sie wegen der hohen Strompreise bisher verzeichnet haben, abgeben. Zufallsgewinne heißen diese Einnahmen deshalb, weil sie wegen einer Besonderheit auf dem Gasmarkt zustande gekommen sind: Der Strompreis ist an den Gaspreis gebunden und mit diesem gestiegen, obwohl Strom nicht durchweg teurer produziert wird. Ein Ziel der Strompreisbremse ist deshalb auch, Strom- und Gaspreis zu entkoppeln. Mit der Strompreisbremse setzt die Bundesregierung eine europäische Verordnung zu Notfallmaßnahmen in der aktuellen Energiekrise um.